Germersheimer ÜbersetzerlexikonGermersheimer Übersetzerlexikon
Karl Dedecius (links) mit Albrecht Lempp, DPI Darmstadt, September 1997 / (© Przemysław  Chojnowski)

Karl DEDECIUS, 1921–2016

Karl Dedecius gilt als einer der produktivsten deutschen Übersetzer polnischer Literatur und als herausragende Persönlichkeit des deutsch-polnischen Dialogs in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er starb am 26. Februar 2016 hochbetagt in Frankfurt am Main und hinterließ ein umfangreiches Œuvre, das ca. 200 übersetzte Bücher polnischer und russischer Literatur (darunter zahlreiche Anthologien) sowie mehrere essayistische Werke umfasst. Das Kernstück bilden die 50 Titel der von ihm initiierten und herausgegebenen Polnischen Bibliothek (1982–2000) sowie die sieben jeweils ca. 900 Seiten starken Bände des Panoramas der polnischen Literatur des 20. Jahrhunderts (1996–2000). Die Liste der von ihm übersetzten Autoren umfasst gut 300 Namen.

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Johann Joachim Christoph BODE

Johann Joachim Christoph Bode gehört zu den wenigen Nur-Übersetzern des 18. und 19. Jahrhunderts, zu deren Leben und Werk sich Zeitgenossen vergleichsweise umfangreich geäußert haben. Dies mag daran liegen, dass Bode von der schreibenden Zunft als einer der ihren angesehen wurde. Gewiss sprach auch das späte 18. Jahrhundert schon von...

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Germersheimer Übersetzerlexikon

Unser Wissen über die Literaturen der Welt speist sich fast ausschließlich aus Übersetzungen. Denn wer könnte schon von sich behaupten, alles oder zumindest vieles im jeweiligen Urtext lesen zu können? Den literarischen Importen verdankt die deutsche Literatur ihren Reichtum und ihre Vielfalt. Von den Übersetzern kennen wir allerdings oft nicht einmal die Namen. Diesen Missstand soll das Germersheimer Übersetzerlexikon beheben. Die in ihm zusammengetragenen Daten werden zugleich eine neue, interkulturelle Sicht auf die Geschichte der deutschen Literatur (von den Tagen Luthers bis zum 21. Jahrhundert) ermöglichen.

Nach dem Vorbild des in den letzten Jahren entstandenen schwedischen Übersetzerlexikons (www.oversattarlexikon.se) werden im digitalen und online frei zugänglichen Germersheimer Übersetzerlexikon zu bedeutenden und interessanten Übersetzern wissenschaftlich fundierte, in Essayform geschriebene Porträts veröffentlicht. Neben Literaturübersetzern wird das Lexikon auch Übersetzer vorstellen, die philosophische, naturwissenschaftliche, religiöse oder politische Texte ins Deutsche gebracht haben. Die Essays zu Leben und Werk der einzelnen Übersetzer werden durch umfassende Bibliographien ergänzt.

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Rosa LUXEMBURG

Zu Leben und Werk Rosa Luxemburgs (1871-1919) ist seit über 100 Jahren eine Fülle an Büchern und Aufsätzen erschienen: über die Nationalökonomin und Politikerin, die marxistische Theoretikerin und Vertreterin des proletarischen Internationalismus, über die Antimilitaristin, die Kritikerin und Bewunderin Lenins, die Spartakistin und Märtyrerin der Novemberrevolution von 1918. Fast völlig unbeachtet blieb bisher jedoch ihr umfangreiches und vielschichtiges translatorisches Œuvre, etwa die in ihren letzten Lebensjahren im Gefängnis entstandene Übersetzung der Erinnerungen Wladimir Korolenkos.

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