Germersheimer ÜbersetzerlexikonGermersheimer Übersetzerlexikon
Rosa Luxemburg in ihrer Berliner Wohnung, 1907

Rosa LUXEMBURG, 1871–1919

Zu Leben und Werk Rosa Luxemburgs (1871-1919) ist seit über 100 Jahren eine Fülle an Büchern und Aufsätzen erschienen: über die Nationalökonomin und Politikerin, die marxistische Theoretikerin und Vertreterin des proletarischen Internationalismus, über die Antimilitaristin, die Kritikerin und Bewunderin Lenins, die Spartakistin und Märtyrerin der Novemberrevolution von 1918. Fast völlig unbeachtet blieb bisher jedoch ihr umfangreiches und vielschichtiges translatorisches Œuvre, etwa die in ihren letzten Lebensjahren im Gefängnis entstandene Übersetzung der Erinnerungen Wladimir Korolenkos.

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Albert ZIPPER

Albert Franz Joseph Zipper kam am 8. Mai 1855 im damals galizischen Lemberg zur Welt, wurde also in Gegebenheiten hineingeboren, in denen sich mehrere Kulturen, wie die polnische, die ukrainisch-ruthenische oder die deutsch-österreichische unmittelbar und nicht immer konfliktfrei begegneten. Unter diesen historischen Umständen wurde Zipper als Übersetzer, Schriftsteller, Germanist, Herausgeber, Literaturkritiker und Feuilletonist aktiv, neben seinem eigentlichen Brotberuf als Gymnasialprofessor für Deutsch, Latein und Altgriechisch.

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Germersheimer Übersetzerlexikon

Unser Wissen über die Literaturen der Welt speist sich fast ausschließlich aus Übersetzungen. Denn wer könnte schon von sich behaupten, alles oder zumindest vieles im jeweiligen Urtext lesen zu können? Den literarischen Importen verdankt die deutsche Literatur ihren Reichtum und ihre Vielfalt. Von den Übersetzern kennen wir allerdings oft nicht einmal die Namen. Diesen Missstand soll das Germersheimer Übersetzerlexikon beheben. Die in ihm zusammengetragenen Daten werden zugleich eine neue, interkulturelle Sicht auf die Geschichte der deutschen Literatur (von den Tagen Luthers bis zum 21. Jahrhundert) ermöglichen.

Nach dem Vorbild des in den letzten Jahren entstandenen schwedischen Übersetzerlexikons (www.oversattarlexikon.se) werden im digitalen und online frei zugänglichen Germersheimer Übersetzerlexikon zu bedeutenden und interessanten Übersetzern wissenschaftlich fundierte, in Essayform geschriebene Porträts veröffentlicht. Neben Literaturübersetzern wird das Lexikon auch Übersetzer vorstellen, die philosophische, naturwissenschaftliche, religiöse oder politische Texte ins Deutsche gebracht haben. Die Essays zu Leben und Werk der einzelnen Übersetzer werden durch umfassende Bibliographien ergänzt.

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Bund deutscher Übersetzer (1928–1933)

Der Bund deutscher Übersetzer (BdÜ) konstituierte sich im Frühjahr 1929 als Sondergruppe bzw. Fachgruppe im seit 1909 bestehenden Schutzverband deutscher Schriftsteller (SdS). Zum Vorsitzenden wurde der Jack London-Übersetzer und Literaturagent Erwin Magnus (1881–1947) gewählt, zum Vorstand gehörten Ida Jacob-Anders (1871–?), Gertrud Sternberg-Isolani (1899-1988), Käthe Miethe (1893–1961), Friedrich von Oppeln Bronikowski (1873–1936), Lothar Schmidt (?–?) und Paul Wiegler (1878–1949).

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