Germersheimer ÜbersetzerlexikonGermersheimer Übersetzerlexikon
Elisabeth Kaerrick (aus dem Antrag auf Erteilung der estnischen Staatsbürgerschaft vom 19. November 1920; Quelle: Estnisches Nationalarchiv, Tallinn)

Elisabeth KAERRICK, 1886–1966

Für das Bild, das sich durch viele Jahrzehnte des Russischen nicht kundige Leser von Leben und Werk Dostoevskijs machen konnten, sind die ab 1906 in Reinhard Pipers Verlag erschienenen Dostoevskij-Ausgaben von großer Bedeutung. Im verlegerischen Peritext wird in diesen Büchern eine Person namens „E. K. Rahsin“ als Übersetzer genannt. Dass sich hinter diesem Pseudonym die auf ihrer Unsichtbarkeit konsequent beharrende Elisabeth Kaerrick verbarg, war sogar 1960 noch nicht bekannt, als „E. K. Rahsin“ für ihr Dostoevskij gewidmetes „Lebenswerk“ bzw. für ihre „getreue Verdeutschung“ der Übersetzerpreis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung verliehen wurde. Der Preisverleihung war Kaerrick alias Rahsin fern geblieben.

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Charlotte BERADT

Charlotte Beradt war Journalistin und Schriftstellerin. Bis zu ihrem Berufsverbot 1933 schrieb sie in Berlin über soziale Themen sowie die Lebensbedingungen von Frauen. Ende der fünfziger Jahre übersetzte sie im amerikanischen Exil in New York vor allem Werke von Hannah Arendt, mit der sie befreundet war. Nach dem Krieg verfasste sie zahlreiche Beiträge für den deutschen Rundfunk und deutsche Zeitungen. Bekannt ist sie heute vor allem als Autorin des Buches Das dritte Reich des Traums.

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Germersheimer Übersetzerlexikon

Unser Wissen über die Literaturen der Welt speist sich fast ausschließlich aus Übersetzungen. Denn wer könnte schon von sich behaupten, alles oder zumindest vieles im jeweiligen Urtext lesen zu können? Den literarischen Importen verdankt die deutsche Literatur ihren Reichtum und ihre Vielfalt. Von den Übersetzern kennen wir allerdings oft nicht einmal die Namen. Diesen Missstand soll das Germersheimer Übersetzerlexikon beheben. Die in ihm zusammengetragenen Daten werden zugleich eine neue, interkulturelle Sicht auf die Geschichte der deutschen Literatur (von den Tagen Luthers bis zum 21. Jahrhundert) ermöglichen.

Nach dem Vorbild des in den letzten Jahren entstandenen schwedischen Übersetzerlexikons (www.oversattarlexikon.se) werden im digitalen und online frei zugänglichen Germersheimer Übersetzerlexikon zu bedeutenden und interessanten Übersetzern wissenschaftlich fundierte, in Essayform geschriebene Porträts veröffentlicht. Neben Literaturübersetzern wird das Lexikon auch Übersetzer vorstellen, die philosophische, naturwissenschaftliche, religiöse oder politische Texte ins Deutsche gebracht haben. Die Essays zu Leben und Werk der einzelnen Übersetzer werden durch umfassende Bibliographien ergänzt.

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Cäcilie HEINIG

Cäcilie Heinig hat einen Klassiker der Kinderliteratur aus dem Schwedischen ins Deutsche übersetzt: Astrid Lindgrens Pippi Langstrumpf.

Während des Nationalsozialismus emigrierte sie nach Skandinavien (1933 nach Dänemark, 1943 nach Schweden) und debütierte im Alter von 65 Jahren als literarische Übersetzerin mit dem Erstlingswerk des schwedischen Schriftstellers Lars Ahlin Tobb mit dem Manifest....

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