Germersheimer ÜbersetzerlexikonGermersheimer Übersetzerlexikon
Nelly Sachs, Ausschnitt aus dem am 23.3.1942 ausgestellten „Främlingspass“  (© Kungliga biblioteket, Stockholm)

Nelly SACHS, 1891–1970

Die 1966, an ihrem 75. Geburtstag, im schwedischen Exil mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Dichterin Nelly Sachs gilt als herausragende Übersetzerin moderner schwedischer und finnlandschwedischer Lyrik. Die wichtigsten Werke der schwedischen Nachkriegsmoderne, mehr als zwanzig Lyriker, sind von ihr übertragen worden. Alfred Andersch bezeichnete Nelly Sachs als „stärkstes Verbindungsglied zwischen der schwedischen Dichtung und Deutschland“.

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Reimar KLEIN

Reimar Klein wurde am 8. Juni 1942 in Halle an der Saale geboren. Er studierte Philosophie, Soziologie und Germanistik in Frankfurt am Main, unter anderem bei Theodor Adorno und Jürgen Habermas. Von 1968 bis 1974 war er am Institut für Philosophie der Freien Universität Berlin als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Dort setzte er sich insbesondere mit Fragen der literarischen und philosophischen Hermeneutik und der modernen Philosophie auseinander und arbeitete mit Peter Szondi und Hans Kippenberg zusammen. Anschließend zog er nach Italien und ließ sich im toskanischen Montepulciano nieder, wo er ein reges Interesse für die italienische Kultur und Literatur entwickelte...

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Germersheimer Übersetzerlexikon

Unser Wissen über die Literaturen der Welt speist sich fast ausschließlich aus Übersetzungen. Denn wer könnte schon von sich behaupten, alles oder zumindest vieles im jeweiligen Urtext lesen zu können? Den literarischen Importen verdankt die deutsche Literatur ihren Reichtum und ihre Vielfalt. Von den Übersetzern kennen wir allerdings oft nicht einmal die Namen. Diesen Missstand soll das Germersheimer Übersetzerlexikon beheben. Die in ihm zusammengetragenen Daten werden zugleich eine neue, interkulturelle Sicht auf die Geschichte der deutschen Literatur (von den Tagen Luthers bis zum 21. Jahrhundert) ermöglichen.

Nach dem Vorbild des in den letzten Jahren entstandenen schwedischen Übersetzerlexikons (www.oversattarlexikon.se) werden im digitalen und online frei zugänglichen Germersheimer Übersetzerlexikon zu bedeutenden und interessanten Übersetzern wissenschaftlich fundierte, in Essayform geschriebene Porträts veröffentlicht. Neben Literaturübersetzern wird das Lexikon auch Übersetzer vorstellen, die philosophische, naturwissenschaftliche, religiöse oder politische Texte ins Deutsche gebracht haben. Die Essays zu Leben und Werk der einzelnen Übersetzer werden durch umfassende Bibliographien ergänzt.

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Bund deutscher Übersetzer (1928–1933)

Der Bund deutscher Übersetzer (BdÜ) konstituierte sich im Frühjahr 1929 als Sondergruppe bzw. Fachgruppe im seit 1909 bestehenden Schutzverband deutscher Schriftsteller (SdS). Zum Vorsitzenden wurde der Jack London-Übersetzer und Literaturagent Erwin Magnus (1881–1947) gewählt, zum Vorstand gehörten Ida Jacob-Anders (1871–?), Gertrud Sternberg-Isolani (1899-1988), Käthe Miethe (1893–1961), Friedrich von Oppeln Bronikowski (1873–1936), Lothar Schmidt (?–?) und Paul Wiegler (1878–1949).

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