Germersheimer ÜbersetzerlexikonGermersheimer Übersetzerlexikon
	Beckett und Elmar Tophoven, 1967 zur „Endspiel“-Inszenierung in Berlin (© Erika Tophoven)

Elmar TOPHOVEN, 1923–1989

Elmar Tophoven wird zu den bedeutendsten Vermittlern französischer Literatur seiner Zeit und zu den engagiertesten Literaturübersetzern in der Bundesrepublik gezählt. Er wurde berühmt als Übersetzer von Beckett, dessen Prosa, Lyrik, Theaterstücke, Drehbücher für Film und Fernsehen, Hörspiele und poetologische Texte er dem deutschen Leser bekannt machte. Die fünfunddreißigjährige Zusammenarbeit mit Beckett und die unzähligen Arbeitstreffen endeten erst mit dem Tod von Übersetzer und Autor 1989. Tophoven übersetzte — teilweise gemeinsam mit seiner Ehefrau Erika Tophoven — die Werke fast aller bedeutenden Vertreter des Nouveau Roman und eine große Anzahl weiterer Texte einer ganzen Literaturepoche. 1972 wird ihm als „dem Anwalt des Nouveau Roman und dem Wegbereiter Samuel Becketts in Deutschland“ der Johann-Heinrich-Voß-Preis verliehen.

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KLABUND

Klabund, mit bürgerlichem Namen Alfred Henschke (1890–1928; der Künstlername setzt sich zusammen aus „Klabautermann“ und „Vagabund“), veröffentlichte von 1912 bis zu seinem frühen Tod 1928 nicht weniger als 76 Bücher: Gedichtbände, Romane, Dramen, Erzählungen sowie Übersetzungen bzw. Nachdichtungen orientalischer und fernöstlicher Lyrik und Schauspiele, ohne allerdings der jeweiligen Sprachen mächtig zu sein...

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Germersheimer Übersetzerlexikon

Unser Wissen über die Literaturen der Welt speist sich fast ausschließlich aus Übersetzungen. Denn wer könnte schon von sich behaupten, alles oder zumindest vieles im jeweiligen Urtext lesen zu können? Den literarischen Importen verdankt die deutsche Literatur ihren Reichtum und ihre Vielfalt. Von den Übersetzern kennen wir allerdings oft nicht einmal die Namen. Diesen Missstand soll das Germersheimer Übersetzerlexikon beheben. Die in ihm zusammengetragenen Daten werden zugleich eine neue, interkulturelle Sicht auf die Geschichte der deutschen Literatur (von den Tagen Luthers bis zum 21. Jahrhundert) ermöglichen.

Nach dem Vorbild des in den letzten Jahren entstandenen schwedischen Übersetzerlexikons (www.oversattarlexikon.se) werden im digitalen und online frei zugänglichen Germersheimer Übersetzerlexikon zu bedeutenden und interessanten Übersetzern wissenschaftlich fundierte, in Essayform geschriebene Porträts veröffentlicht. Neben Literaturübersetzern wird das Lexikon auch Übersetzer vorstellen, die philosophische, naturwissenschaftliche, religiöse oder politische Texte ins Deutsche gebracht haben. Die Essays zu Leben und Werk der einzelnen Übersetzer werden durch umfassende Bibliographien ergänzt.

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Bund deutscher Übersetzer (1928–1933)

Der Bund deutscher Übersetzer (BdÜ) konstituierte sich im Frühjahr 1929 als Sondergruppe bzw. Fachgruppe im seit 1909 bestehenden Schutzverband deutscher Schriftsteller (SdS). Zum Vorsitzenden wurde der Jack London-Übersetzer und Literaturagent Erwin Magnus (1881–1947) gewählt, zum Vorstand gehörten Ida Jacob-Anders (1871–?), Gertrud Sternberg-Isolani (1899-1988), Käthe Miethe (1893–1961), Friedrich von Oppeln Bronikowski (1873–1936), Lothar Schmidt (?–?) und Paul Wiegler (1878–1949).

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